Fußball-Narrische!

Nach dem Konkurs des SK Austria Kärnten will die Stadt Klagenfurt nun dem nächsten Retortenverein finanziell unter die Arme greifen. Ein SK Austria Klagenfurt soll gegründet werden. Damit man im neuen Stadion in der Regionalliga spielen kann, soll eine Spielgemeinschaft mit St. Stefan im Lavanttal eingegangen werden.

550.000 Euro bis 630.000 Euro (je nach Quelle) will die – ohnehin finanzmarode – Stadtregierung dafür investieren, dass wieder ein politiknaher Fußballverein entsteht.

Ich frage mich, wozu wir Steuerzahler abermals ein Retortenverein bezahlen sollen, wo es doch einen Regionalligisten in Klagenfurt gibt. Der Slowenische Athletik Klub (SAK) spielt bereits in der dritthöchsten Liga.

  • Warum soll der Steuerzahler die Austria Klagenfurt aufbauen, die derzeit genau null Spieler und der SAK eine Mannschaft hat?
  • Wozu überhaupt Steuergeld für Spitzensport? Sollte sich professionell geführter Sport nicht selbst rechnen?
  • Wie viel Geld hat der Steuerzahler in den letzten Jahren in Kärnten für den „Spitzenfußball“ in Summe schon ausgegeben?
  • Wenn es Geld gibt – warum wird die immer nur in den Fußball gebuttert?
  • Gibt es ein Naheverhältnis des neuen Präsidiums mit der Politik?
  • Wer sollen die Fans des neuen Retortenvereins sein?
  • Wäre es nicht einmal schön, wenn alle in Kärnten hinter dem zweisprachigen Erbe des Landes stehen würden?
  • Warum finanziert man (mit einem Bruchteil des Fußball-Geldes) nicht endlich auch einmal Kunst und Kultur – etwa im Rahmen eines Festivals wie der Woche der Begegnung?

Schade, dass man diese Frage nicht auch in den Zeitungen erörtert!