Wie viel ist viel?

Eine Unterschriftenliste/Petition gegen etwas zu machen, ist riskant. Niemals wird man annähernd die gleichen Stimmen zusammen bekommen, wie diejenigen bei der letzten Wahl erreichten, gegen die sich so etwas wendet. Es bleibt immer das Risiko, weniger Unterstützer zu haben, als die kleinste Partei bei den letzten Wahlen.

lt-wahl
vorläufiges Endergebnis der Landtagswahlen vom 1. März 2009 – ohne Wahlkarten

Die NLP-geschulten Politiker werden es allerdings tunlichst vermeiden, öffentlich solche Vergleiche zu treffen. Hinter vorgehaltener Hand lachen sie allerdings vermutlich über jeden von uns. Noch.

Mir war von vornherein klar, dass die Petition auf K2020.at eine Minderheit erreicht. Aber eine Minderheit, die über den Tellerrand hinaus denkt. Eine Minderheit, die durch Multiplikatoren vielleicht zur Mehrheit werden könnte.

Optisch besser aussehen würde eine Abstimmung? Wenn 90+ Prozent für oder gegen etwas sind, ist das ein klares Bild. Oder man lässt die Leute für etwas unterschreiben, um den “Mächtigen” zu zeigen, wie wenige eigentlich auf ihrer Seite sind.

Schauen wir uns einmal die Zahlen an:

  • Über 12.000 unterschrieben die Aktion der Kleinen Zeitung gegen die Erhöhung der Parteienfinanzierung
  • Über 500 (50 Mal dürfte die Bestätigungsmail nicht geklappt haben oder im Spamordner gelandet sein) haben die weiter gehende Petition bei K2020 unterschrieben.

(c) Kleine Zeitung

Aktionen wie diese beiden stehen heraus, weil sich die Unterzeichner deklarieren müssen. In Kärnten ist das gar nicht so einfach, weil sich leider allzu viele mit dem System (oder einer Partei) arrangiert haben und künftig um Aufträge fürchten müssen.

Aber schauen wir uns einmal die Gegenseite an:

Mir ist – abseits der Parteibüros – niemand (in Worten: null Personen) bekannt, die für die Erhöhung der Parteienförderung wären. Ich kenne niemanden, der öffentlich weniger Kontrolle für den Rechnungshof fordert.

Die Zahl derer, die Kärntens Politiker unterstützen schwindet. Mir scheint aber, dass die Zahl derer, die auch abseits vom Kreuzerl bei der Wahl und abseits von Parteien politisch aktiv werden immer größer wird. Einige Gruppen auf Facebook sind eindrucksvoller Beweis dafür:

Weitere Beispiel:

    (cc) Dustin Diaz

    Also: Wie viel ist viel? 12.000 sind in diesem Kontext gewaltig viel. 500 schon sehr viel.

Wie können es mehr werden?
Indem JEDER zwei oder drei Leute auf K2020 aufmerksam macht.
Wenn jeder, der bislang unterschrieben hat, noch drei andere davon überzeugt,
sind wir schon 2000!

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3 Gedanken zu „Wie viel ist viel?“

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